Hauspferde

älter als gedacht!

Ursprünglich war die Fellfarbe des Pferdes nur braun oder schwarz. Das belegen 12000 Jahre (aus der letzten Eiszeit) alte Funde. Vor ca. 5000 Jahren fing der Mensch an die Pferde zu domestizieren. Dies sind gut 1000 Jahre früher als bisher angenommen. Mit der Zucht der Pferde zum Haustier, wurden von den damaligen Züchtern auch die meisten der heutigen Fellfarben hervor gebracht.
Wissenschaftler aus Berlin haben an Hand von DNA Analysen herausgefunden wo und wann die Pferde fest an den Menschen gebunden wurde. Eine schwierige Angelegenheit da alte DNA nur schwer zu bestimmen ist. Den Wissenschaftlern standen 152 Knochen zur Verfügung, von denen 89 erfolgreich, mit modernsten Mitteln analysiert wurden. Die Ergebnisse besagen, dass in der ponto-kaspischen Steppe im heutigen Russland, Kasachstan, der Ukraine und Rumänien die Pferde domstiziert wurden.

Damals wurden die Pferde hauptsächlich als Nahrungs- Zug- und Lasttiere eingesetzt aber auch für Militärzwecke. Die Pferde-Armeen von Alexander dem Großen und Dschingis Khan sind bekannteste Beispiele. Auch die Verbreitung der indogermanischen Sprache wäre ohne Pferde nicht so schnell möglich gewesen.

Erst die Erfindung der Dampfmaschine änderte die Stellung des Pferdes zum Menschen. In Deutschland leben heute etwa eine Million Pferde. Die meisten sind Sport- und Freizeitpferde und werden nicht mehr als Last- und Zugtiere und schon gar nicht mehr fürs Militär gehalten. Es gibt einige wenige Ausnahmen bei den Gebirgsjägereinheiten der Bundeswehr oder auch im Einsatz bei der Polizei. Ob vor dem Pflug oder auf der Galopprennbahn: Die *Karriere* unserer heutigen Pferde begann, als unsere Vorfahren das neue Haustier Pferd, in der Kaspischen Steppe vor ca. 5000 Jahren zum Freund des Menschen machten.