Weidezaun

Die Funktionsweise eines elektrischen Weidezauns

Kommt ein Pferd mit dem elektrischen Leiter (Band, Litze oder Seil) in Berührung, so schließt sich der Stromkreis und das Pferd erhält einen Stromschlag. Dieser ist für das Tier vollkommen ungefährlich, bezweckt aber, dass das Tier dem Elektrozaun in Zukunft mit Respekt begegnet. Der elektrische Weidezaun ist ein Kreislaufsystem.

Das Weidezaungerät

Das Weidezaungerät sendet regelmäßige Stromstöße aus und ist damit das Kraftwerk des elektrischen Weidezaunsystems. Entscheidend für die Auswahl des richtigen Geräts ist unter anderem die Höhe der Spannung bei Widerstand. Es wird im allgemeinen von einem Widerstand von 500 Ohm ausgegangen, da dies dem Widerstand entspricht, der am Zaun bei der Berührung durch ein Pferd vorliegt. Besonders ist zu beachten, dass diese Spannung nach den VDE-Vorschriften nicht unter 2.000 Volt liegt, da sonst die Funktion des elektrischen Weidezauns eingeschränkt ist.

Die elektrischen Leiter

Die elektrischen Leiter (Niro- bzw. verzinnte Kupferdrähte) transportieren Strom, wobei sie in verschiedenen Varianten angeboten werden. Unabhängig von den Vor- und Nachteilen der Bänder, Litzen oder Elektroseilen, es kommt besonders auf die Leitfähigkeit an.

Die Isolatoren

Meist ist Isolierung die Ursache für das fehlerhafte Funktionieren eines E-zauns. Alte oder defekte Isolatoren ermöglichen das Ableiten von Strom über die Pfähle, in den Boden. Das ist ein Verlust, den auch das stärkste Weidezaungerät nicht kompensieren kann. Deshalb empfiehlt es sich, die Isolatoren in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren und gegebenenfalls zu ersetzen.

Die Erdung

Ein wichtiger Punkt, der in der Praxis oft sträflich vernachlässigt wird. Berührt das Pferd den elektrischen Leiter, so wird ein Stromkreis geschlossen. Allerdings nur, wenn der Strom, der über das Pferd in den Boden fließt, auch über Erdungspfähle oder Erdnägel wieder zum Weidezaungerät zurückgelangen kann.

Zu beachten ist dabei, dass für unterschiedliche Geräte auch eine unterschiedliche Erdung nötig sein kann. Für Netz- und Akku-Geräte werden zum Beispiel zwei bis drei Erdnägel benötigt. Auch die Bodenbeschaffenheit spielt eine wesentliche Rolle bei der Auswahl der richtigen Art und Anzahl de Erdnägel. Ein trockener Boden weist einen höheren Widerstand auf als ein feuchter Boden und verlangt deshalb eine stärkere Erdung.

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