Tierschutztransportverordnung

Seit dem 5.1.2008 ist die neue Tierschutztransportverordnung, eine EU-Vorschrift (Verordnung (EG) Nr. 1/2005 ), in deutsches Recht umgesetzt.

Die Unmengen der Veröffentlichungen zur deutschen Tierschutztransport-Verordnung und der verschärfenden EU-Richtlinie, insbesondere mit Blick auf die notwendigen Befähigungsnachweise, haben große Verwirrung geschaffen. Selbst die zuständigen Behörden sehen sich oft außerstande, klare Auskünfte zu erteilen. Eigentlich traurig aber nicht wirklich verwunderlich, da arbeiten ja auch nur Menschen. Wer die EU-Verordnung gelesen hat, der versteht mich.

Für alle Tiertransporte, ob privat oder gewerblich, ob nah oder fern, ob kurz oder lang, gelten die unmittelbar dem Tierschutz dienenden Gebote und Verbote. Dazu gehört, dass jeder, der Tiere transportiert, Sachkenntnis (fragt sich welche damit gemeint sind) haben muss. Die Sachkunde-Bescheinigung darüber (Befähigungsnachweis) benötigt jedochaktuell nur ein gewerblicher Transporteur.

Für den gewerblichen Transport sind eine ganze Reihe von Voraussetzungen nötig, die aber nicht für den privaten Transport von Zucht-, Turnier- oder Rennpferden und auch von Distanzpferden gelten, da man mit denen ja keinen Gewinn (für den Lebensunterhalt) anstrebt, selbst wenn man eine einzelne Leistungsprüfung (Tunier / Distanzritt) gewinnen möchte.

Beispiel:

Ein Landwirt, der seine Tiere zum Schlachthof oder zum Viehmarkt fährt, betreibt einen gewerblichen Transport, denn sein "Gewerbe" ist es ja, Tiere zu produzieren. Fährt hingegen dieser Landwirt das Turnierpferd seiner Tochter, ist das privat.

Zu den Privatfahrten gehört auch der Transport von kranken Pferden zum TA oder zu einer Klinik. Eines muss allerdings immer erfüllt sein, die tierschützerischen und technischen Voraussetzungen des Transportfahrzeuges.

Hier der Link zur Verordnung:

EU-Vorschrift Nr. 1/2005