Druse

Druse

eine Pferdekrankheit

Die Druse ist eine Pferdekrankheit und wird auch als Coryza contagioa equorum oder auch als Daenitis equorum bezeichnet! Diese hoch ansteckende Infektionsrankheit befällt den oberen Luftweg beim Pferd. Verursacht wird die Druse durch ein Bakterium (Streptococcus equi). Die Inkubationszeit beträgt zwischen 3 und 14 Tagen, der Erreger verbreitet sich über das Blut und die Lymphe im Pferd. Neben einem Katarrh (1) der Nase mit schleimigen Nasenausfluss, Husten und hohem Fieber kommt es häufig zu einer Vereiterung der zugehörigen Kopflymphknoten (Unterkieferlymphknoten, Kehlkopflymphknoten)

(1) Katarrh - Entzündung der Schleimhäute häufig der Atmungsorgane, die mit einer vermehrten Absonderung wässrigen oder schleimigen Sekretes verbunden ist.

Bei Befall der Kehlkopflymphknoten kann die Erkrankung auf den Luftsack übergreifen und zu einer Vereiterung des Luftsackes führen, dadurch kann sich eine Lungenentzündung entwickeln. In seltenen Fällen können durch Streuung auch Abzesse in andere Organe gelangen (Leber, Milz, Nieren, Gehirn und Darnlymphknoten)

Die Druse ist ohne Behandlung nicht selten tödlich.

Beschreibung der Krankheit Druse

In der Regel infizieren sich die Pferde zwischen dem ersten und fünften Lebensjahr, bei älteren Pferden kommt es selten zu einer Erkrankung. Das Bakterium wird über die Atemluft, dem Speichel, sowie Nasenausfluss übertragen. Die Inkubationszeit (2) beträgt zwischen 3 und 14 Tagen.

(2) Die Inkubationszeit ( incubare = ausbrüten) beschreibt jene Zeit, die zwischen der Infektion mit einem Krankheitserreger und dem Auftreten der ersten Symptome vergeht.

Während der Inkubationszeit ist das betroffene Pferd schon Überträger der Krankheit und stellt eine Gefahr für seine Artgenossen dar. Dies ist auch unter gewissen Umständen, nach einer vermeintlichen überstandenen Krankheit problematisch,, da auch äußerlich gesund erscheinende Pferde die Infektion noch über Monate weitergeben können.

Die Bakterien der Druse setzen sich in den Lymphknoten des Kehlbereiches und in der oberen Halsregion fest und führen in diesen Bereichen zu gut sicht- und fühlbaren Schwellungen, an dem das Pferd mit Schmerz auf Berührung reagiert! Zu den Schwellungen, kommt es auch zu Fieber mit mehr als 40°C, Husten, Atemnot, Nasenausfluss und – je nach Schwere – ein depressives Verhalten und Freßunlust.

Die Symptome (mit Ausnahme des Fiebers) treten nicht in allen Fällen einer Druse auf. Wird die Krankheit nicht konsequent behandelt, kann sie zu schwerwiegenden Komplikationen. Durch die Lymphschwellung verengt sich der Rachenraum und behindert so die Atmung. Der linke Kehlkpofnerv kann durch die Druse gelähmt werden und dadurch ein Kehlkopfpfeifen verursachen. In den Luftsäcken entstehen unter anderem Abzesse, die in schweren Fällen, der Krankheit, Metastasen in Gehirn, Gelenken, Leber, Lunge und den Nieren bilden. Sie sind dann lebensbedrohlich.

Die Diagnose
Die Diagnose einer einer solchen Druse-Infektion erfolgt über eine Probenentnahme (Tupfer) an der Nasenschleimhaut. Infizierte Pferde müssen von ihren Artgenossen isoliert werden. Damit, die Verschleppung der Krankheit vermieden wird. Fällt die Diagnose positiv aus, bleibt das erkrankte Pferd so lange isoliert, bis sich über einem längeren Zeitraum (fragt den TA) keine Erreger der Druse nachweisen lassen.

Die Therapie

Die Therapie mit Medikamenten stützt sich auf hochdosierte Penicillin-Präparate in Verbindung mit Medikamenten zur Verbesserung des Allgemeinzustandes. Wenn der TA zustimmt, können warme Wickel in der Kehlkpofregion helfen den Zustand des infizierten Tieres, zu verbessern.

Die Unterbringung
Die Unterbringung des kranken Pferdes sollte in einer Box mit viel frischer, aber zug- und staufreier Luft gegeben sein.

Symptome

Mattigkeit, Fieber um oder über 40°C, Appetitlosigkeit, erst seröser (klarer) Nasenausfluss, später eitrig, zusammen mit einer Rachenentzündung. Die Pferde halten deswegen den Kopf nach vorne gestreckt. Das Allgemeinbefinden ist stark beeinträchtigt. quälender Husten mit und ohne Nasenausfluss, die Nüstern sind mit Sekret verklebt, Schwierigkeiten beim Schlucken und Eiteransammlungen der Lymphknoten im Kopfbereich.

Bitte sofort die Pferde von den anderen trennen und umgehend den TA holen.

Prophylaxe

Da eine einmal aufgetretene Druse sein beträchtliches Seuchenptenzial darsellt, weil sie nicht nur Einzeltiere betrifft, ist auf die vorbeugende Vermeidung großen Wert zu legen. Vor allem betrifft es gemischte Pferdebestände, in denen Pferde unterschiedlichen Alters stehen und/oder große Fluktuation herrscht, sind die jungen oder frisch eingestellten Tiere besonders gefährdet. In solchen Ställen sind alle pferdebezogenen Keime vertreten. Pferde, die neu in einen Stall kommen sollten daher erst einmal eine Quarantäne einhalten.

Der Umgebungswechsel, plötzliche, ungewohnte Anstrengungen, hartes Training und lange Transporte, Hygienemangel, Futterfehler (schlechtes Futter) und ständiger Wechsel des Tierbestandes sind ein bedeutender Stressfaktor. Sie fördern die Kortisolproduktion und dadurch wird die körpereigene Abwehrkraft geschwächt bzw. unterdrückt! Solche Stressoren sollten so gering wie möglich gehalten werden. Auch sollten nur Pferde mit einem soliden Impfschutz in Tunier- und Ausbildungsställe, ebenso in Gestüte und auf gemeinsame Weiden gebracht werden (sagen die Mediziner).

Eine gezielte Impfung

Eine gezielte Impfung gegen die Duse hat sich nicht bewährt (????), es hat sich allerdings herrausgestellt, das die Druse sehr häufig in Folge von Influenza und/oder Herpeserkrankungen auftritt. Fazit: Ein gut durchgeimpftes Pferd hat deshalb einen relaiv guten Schutz auch gegen die Druseerkrankung. Müssen Pferde trotzdem besonderen Belastungen ausgesetzt werden, oder sind in einer Pferdeansammlung mit erhöhten Infektionsrisiko, so kann der TA mit einem speziellen Medikament die körpereigene Immunabwehrkraft steigern.

Therapie

Auch wer sich noch so gut mit Pferden auskennt, sollte in jedem Fall den TA rufen, damit dieser entscheiden kann ob das erkrankte Pferd bereits ein Antibiotikum benötigt oder es mit anderen Mitteln behandelt werden kann.

Also in so einem Fall der Druseerkrankung, immer den TA hinzuziehen.

Management im Betrieb/Stall

jegliche Bewegung von Pferden aus dem Betrieb/Stall heraus und auch hinein müssen sofort unterbunden werden. An Druse erkrankte Pferde dürfen während der Erkrankung und mindestens 6 Wochen nach der Ausheilung der Erkrankung nicht an Tunieren teilnehmen oder Kontakt zu anderen Pferden haben. Ebenso sollten die anderen Pferde des Bestandes auf Krankheitszeichen hin überwacht werden.

Etwas Geschichte

Eine neue Geissel der Pferde ist die Druse nicht. Bereits 1251 wurde die Erkrankung erstmals beschrieben. Im späten 18. Jahrhundert spielte die Erforschung der ansteckenden Krankheit eine große Rolle. Auch schon im frühen 18. Jahrhundert waren Eiter und Tränkeeimer als Übertragungsmöglichkeiten erkannt worden. 1888 wurde der auslösende Organismus isoliert und künstlich gezüchtet. Durch Versuche konnte man die Erkrankung experimentell auslösen.

Nach der Entdeckung von Antikörpern in den 90er Jahren des 18. Jahrhunderts gab es große Anstrengungen, eine aktive und passive Immunität gegen die Druse zu erzeugen. Zu diesem Zeitpunkt spielte das Pferd eine große Rolle im Transportwesen und der Landwirtschaft, aber auch schon in der Freizeit. Die Druse wurde zum Fokus neuster biomedizinischer Technologie.