Hufrehe - kein medizinischer Beitrag

Bei der Hufrehe ist es, wie bei vielen Krankheiten der Pferde. Wirklich erforscht ist dieses Thema noch nicht. Der Pferdebesitzer sollte so viel als möglich über sein Pferd lernen, um Krankheiten wie die Hufrehe zu erkennen.

Eine gute Möglichkeit sich das Wissen an zueignen, sind Bücher über Hufkrankheiten und das Internet mit Seiten wie z. B. www.hufrehe.de.

Die Suchmaschinen (z. B. Google) zeigen nach Eingabe des Suchwortes (Hufrehe) einige gute Seiten an. So und nun zum Thema.Hufrehe ist die Entzündung der Huflederhaut beim Pferd.

Video 1 zur Hufrehe Video 2 zur Hufrehe

Es gibt verschiedene Arten der Hufrehe.

Das sind:

Belastungsrehe

Diese Reheart entsteht durch Überlastung. Die Belastungsrehe lässt sich in zwei Hauptgruppen unterteilen.

1. Die Marschrehe oder auch traumatische Rehe.

Sie kann ausgelöst werden durch zu langes Laufen auf harten Böden bei langen Ausritten oder sogar auf Distanzritten, bei langen Galloppaden auf harten Untergründen, bei längeren Transporten oder beim Durchgehen eines Pferdes auf der Straße. Es kommt dabei zu schweren Traumen und Erschütterungen.

2. Die Stallrehe bildet sich als einseitige Rehe bei einer Schädigung an dem gegenüberliegenden Bein z. B. nach Ruhigstellung eines gebrochenen Beines durch einen Gipsverband.

Futterrehe

Diese Reheart ist bekannteste, aber leider auch die verbreitetste. Nimmt das Pferd zu hohe Mengen von Eiweiß-. Kohlenhydrat- oder fruktanhaltigen Futter auf, kommt es recht schnell zum Erreichen des krankheitsauslösenden Schwellenwertes. Damit es nicht soweit kommt muss auf Vernünftige Fütterung und vorsichtiges Anweiden geachtet werden.

Geburtsrehe

Diese Reheart kommt nur bei Stuten vor. Wenn kleinste Teile der Nachgeburt in der Gebärmutter verbleiben, dann kommt es zu einer bakteriellen Zersetzung dieser Reste. Es bilden sich Giftstoffe, die über die Gebärmutter in die Blutbahn gelangen.

Diese Geburtsrehe, auch Nachgeburtsverhalten genannte Rehe ist immer schwer.

Wasserrehe

Durch auf Aufnahme großer Mengen kalten Wassers, bei einem erhitzten/überhitzten Pferd kann es zu einer Rehe kommen. Als Ursache wird die Irritation der Darmflora, mit einer daraus entstehenden Schleimhautentzündung im Magen- Darmtrakt vermutet. Dies führt zum Absterben von Darmbakterien und dadurch zu Vergiftungserscheinungen.

Rehe als Folge- und/oder Begleiterscheinung

Bei Zyklusstörungen einer Stute (Dauerrosse oder ausbleibende Rosse),

bei Koliken (Dickdarmgärung), durch Darmentzündung

(Durchfallerkrankungen), bei Schilddrüsenerkrankung oder als Folge des

Cushing – Syndroms, Kreuzverschlages kann es zur Rehe kommen.

Rehe durch Vergiftung

Vergiftungen fangen zu sehr großen Teil im Darm an. Toxine in den Darmbakterien und aufgenommene Gifte gelangen über den Darm in die Blutbahn und lösen dadurch die Reheentstehung aus. Vergiftungen können durch Aufnahme von Giftpflanzen, durch Herbizide, Fungizide, Schimmelpilze, Pilzsporen und auch durch Schlangenbisse entstehen.

Medikamentenrehe

Durch Medikamente (unter Verdacht stehen Cortisopräparate) kann eine Rehe entstehen.

Dieser Bericht ist sicher nicht vollständig und beantwortet auch nicht alle Fragen. Die euch aber sicher gerne euer Tierarzt beantwortet. Ich kann, darf und will auch keine medizinischen Auskünfte erteilen, dafür ist der Pferdedoktor zuständig.