Tollwut

Tollwut ist eine meldepflichtige Erkrankung

Tollwut ist eine meldepflichtige Erkrankung des zentralen Nervensystems. Behandlungsversuche an tollwutkranken Tieren sind gesetzlich verboten.

Zwar ist für Pferde ein Tollwutimpfung verfügbar, doch ist Tollwut bei Pferden in Deutschland glücklicherweise eine seltene Ausnahme: Der Tollwut-Datenbank in Wusterhausen wurden in den letzten fünf Jahren nur drei Tollwutfälle bei Pferden in Deutschland gemeldet.

Wegen des außerordentlich geringen Risikos einer Tollwuterkrankung beim Pferd entscheiden sich die meisten Pferdehalter gegen eine Tollwutimpfung.

Tollwut wird beim Biss eines erkrankten Tieres über zylindrisch geformte Lyssa-Viren, auch Rhabdo-Viren genannt, übertragen. Nach der Infektion können Jahre vergehen, bis die Krankheit ausbricht. Dann treten Schmerzen an der Bissstelle auf, andere Symptome sind Wasserscheu, Schluckstörungen, erhöhte Speichelproduktion, Angstzustände und starke Gemütsschwankungen. Der Tod tritt nach Ausbruch der Krankheit unweigerlich durch einsetzende Lähmungen ein. Wird nach dem Biss jedoch sofort eine Behandlung mit Antikörpern gegen die Lyssa-Viren eingeleitet, kann der Ausbruch der Krankheit meist verhindert werden.

Das Problem ist jedoch, dass diese Antikörper schwierig, also teuer, und nicht ohne Risiko zu beschaffen sind.

Impfungen können ein wirkungsvoller Schutz gegen schwere Erkrankungen sein. Sie sind jedoch ein nicht zu unterschätzender Eingriff in das natürliche Immunsystem und immer auch mit dem Risiko von vorübergehenden oder dauerhaften Schäden verbunden. Jedoch ist eine Impfung in und an den Grenzen von Tollwutgebieten sinnvoll. Denn auch Pferde können wie alle Tiere Tollwut bekommen.

Die meisten Tollwutimpfstoffe wirken 3 Jahre, eine jährliche Impfung ist in den meisten Fällen nicht nötig. Neuste amerikanische Untersuchungen (in der USA ist das Aufkommen der Tollwut deutlich höher als bei uns) zeigen das es reicht Tiere nur alle 3 Jahre mit einem wirksamen Mittel (sind auch in Europa bzw. in Deutschland erhältlich) zu impfen.

Bei Fragen bitte immer an den Tierarzt eures Vertrauens wenden.