Ansteckende Blutarmut EIA

EIA - anzeigepflichtige Tierseuche

Die Ansteckende Blutarmut der Einhufer (Equine Infektiöse Anämie (EIA), engl. Swamp fever (Sumpffieber)) ist eine Virusinfektion der Pferde.
Sie verläuft chronisch und endet immer tödlich. EIA wird meist von blutsaugenden Insekten von Pferd zu Pferd übertragen, selten durch direkten Körperkontakt. Infizierte Tiere bleiben lebenslang Virusträger. In Deutschland ist diese Krankheit eine anzeigepflichtige Tierseuche.

Die Erkrankung ist in Teilen Europas, Amerika, im Mittleren und Fernen Osten, Russland und Südafrika, durch die Tierseuchenbekämpfung aber eher selten geworden. In Deutschland treten immer mal wieder EIA-Ausbrüche auf.

Meist verursacht durch die illegale Einfuhr von Equiden. Die Erkrankung kommt vor allem in Sumpfgebieten vor, wovon sich der englische Name („swamp fever“ = Sumpffieber) herleitet.

Das Virus wird aber auch über Milch, Speichel und Urin ausgeschieden, so das eine direkte oder indirekte Übertragung über diese Körperflüssigkeiten für möglich gehalten wird. Auch eine Übertragung durch Injektionsnadeln oder chirurgische Instrumente ist bei nicht sterilem Arbeiten möglich.

EIA befällt die roten Blutkörperchen (frießt diese und behindert deren Neubildung).

Die Inkubationszeit beträgt zwei bis sechs Wochen. Die Erkrankung kann akut oder chronisch verlaufen. Die akute Form äußert sich in plötzlichem Fieber, Abgeschlagenheit, Durst, zunehmender Schwäche, punktförmigen Blutungen, Ödemen im Bauchbereich und endet nach zwei bis vier Wochen tödlich.

Die chronische Form ist häufiger. Hier zeigen die Tiere Fieber und Anämie. Sie verlieren an Körpermasse und es treten häufig Ödeme an Gliedmaßen und Bauch auf. Gelegentlich können Bewegungsstörungen auftreten, die in seltenen Fällen das einzige Symptom darstellen können.

Eine Remission ist häufig und die Tiere können über Jahre gesund erscheinen. Die Erkrankung kann ein Verfohlen bei trächtigen Stuten verursachen. Die Stute kann aber auch ein gesundes, nicht infiziertes Fohlen gebären.

Es gibt bis heute keine Statistiken über die Sterblichkeitsrate dieser Erkrankung.

Um die Krankheit eindeutig festzustellen wird Blut abgenommen.

Eine Impfung wurde in den 1980er Jahren in China mit einem Lebendimpfstoff durchgeführt, der zu einer weitgehenden Kontrolle der Erkrankung führte. Andere Impfstoffe befinden sich immer noch im Experimentalstadium. In Europa ist jedoch kein Impfstoff zugelassen.

In Deutschland ist die Bekämpfung durch BGBl. I S. 531 geregelt Danach dürfen weder Impfungen, noch diagnostische Maßnahmen oder gar Heilversuche an erkrankten Tieren durchgeführt werden.

Bei amtlicher Feststellung wird der Pferdebestand gesperrt und bei allen Kontakttieren eine Untersuchung durchgeführt.

Der Umgang mit erkrankten Tieren wird durch den Amtstierarzt festgelegt. Die Verordnung sieht im Regelfall eine Tötung vor.