Atypische Weidemyopathie

Mysteriöser Tod auf der Weide!

Dies ist kein medizinischer Bericht, sondern soll nur zum besseren Verständnis der Krankheit

Atypische Weidemyopathie, auch Grass Sickness genannt, dienen.

Der Kreuzverschlag ist vielen Pferdebesitzern bekannt. Diese Muskelerkrankung (Myopathie) tritt typischer Weise im Zusammenhang mit einer körperlichen Belastung der Pferde auf.

Im Gegensatz dazu gibt es keinen Zusammenhang zwischen einer körperlichen Belastung und der Atypischen Weidemyopathie, weil das für die viel länger bekannte Muskelerkrankungen des Pferdes ungewöhnlich ist, und nur bei Weidehaltung auftritt, heißt diese Erkrankung eben Atypische Weidemyopathie.

Der Kreuzverschlag kommt viel häufiger vor, nur ist die Sterblichkeitsrate nicht so hoch wie bei der Atypische Weidemyopathie. Die Ursache dieser Erkrankung ist noch nicht vollends erforscht, man vermutet aber das Pilze vom Ahornbaum der Auslöser dieser meist tödlichen Erkrankung sind.

Die atypische Weidemyopathie ist eine Muskelerkrankung der Pferde, die sporadisch auftritt und ausschließlich Weidepferde betrifft. Die Erkrankung ist nicht von Pferd zu Pferd übertragbar. Sie hat also keinen seuchenhaften Charakter.

In den älteren tiermedizinischen Büchern gibt es zahlreiche Beschreibungen von plötzlichen Todesfällen, bei denen es sich wahrscheinlich um die Atypische Weidemyopathie handelt. Ihren Namen bekam die Krankheit erstmalig nach Auftreten zahlreicher Fälle in unterschiedlichen Gegenden Schottlands (1984). Seitdem ist die Atypische Weidemyopathie in vielen Ländern der Welt beschrieben worden. Eine Wissenschaftlerin der Universität Lüttich (Belgien) schreibt, dass von 2000 bis 2008 weltweit mindestens 750 Pferde dieser Krankheit zum Opfer fielen. Die

Dunkelziffer dürfte noch höher liegen

Im Herbst 1995 kam es in Deutschland zu einem großen zeitlich begrenzten Ausbruch der Atypische Weidemyopathie, dabei überlebten nur 4 der 115 gemeldeten Pferde.Seitdem sterben jährlich ca. 100 Pferde im Herbst und Frühjahr auf der Weide. Wie viele Tiere es genau sind, ist letztendlich ungewiss.

Die Ursache der Atypischen Weidemyopathie ist bisher nicht wirklich bekannt, man vermutet aber das sie durch die Aufnahme von Pilztoxinen unter anderem des Ahorn, welche sich im Herbst bilden, entsteht.

Folgende Bedingungen scheinen das Auftreten dieser Krankheit zu begünstigen

Pferde haben im Herbst ganztags oder den größten Teil des Tages Weidegang. Im Winter oder im Frühling tritt diese Erkrankung seltener auf, kommt aber auch vor. Geringe oder keine Zufütterung, Eine Zufütterung mit qualitativ hochwertigem und einwandfreiem Futter sowie eine gute Versorgung mit Mineralstoffen und Vitaminen (vor allem Vitamin E) sollte aber selbstverständlich sein.

Plötzliche Wetterverschlechterung, besonders nach den ersten Nachtfrösten scheint das Auftreten dieser Erkrankung zu begünstigen. Möglicherweise ist der Zugang zu Baumrinde abgestorbener Bäume ein Auslöser. Der Ahorn gilt als einer der Favoriten der Auslösung der atypische Weidemyopathie. Besonders häufig betroffen scheinen Jungtiere in einem Alter von bis zu 3 Jahren zu sein. Bei Gruppenhaltungen erkranken oft mehrere Tiere. Auch nasse Weiden ohne Unterstand könnten ein Auslöser sein

Die Atypische Weidemyopathie tritt auch in Gegenden auf, in denen bisher noch keine Fälle bekannt geworden sind und auf der anderen Seite tritt sie nicht unbedingt wieder in der gleichen Gegenden, in denen Pferde daran erkrankt waren, auf.

Die nachfolgenden Symptome deuten mit einiger Wahrscheinlichkeit auf die atypische Weidemyopathie hin. Da ich kein Vet. Mediziner bin, solltet ihr dazu euren TA des Vertrauens zum Thema Löcher in den Bauch fragen aber nun weiter zu den Symptomen.

- Plötzliche Steifheit ohne Zusammenhang mit körperlichen Belastung.

- Muskelzittern kann auftreten.

- Die Pferde können ohne körperlich belastet worden zu sein erheblich Schwitzen.

- Atembeschwerden können auftreten.

- Die Herzfrequenz kann erhöht sein.

- Die Pferde können apathisch sein.

- Schwäche mit Tendenz zum Zusammenbruch, die auf eine Muskelerkrankung

hindeutet ohne das die Muskeln geschwollen oder schmerzhaft sind.

- Symptome können denen einer Kolik ähneln, dabei haben die Pferde aber weiterhin

normale Darmgeräusche.

- Pferde zeigen keine ausgeprägten Schmerzsymptome und saufen und fressen in

der Regel sogar dann noch gut, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, aufgrund der

vorgeschrittenen Muskeldegeneration aufstehen zu können.

- Der Harn des Pferdes ist dunkelrot bis schokoladenbraun gefärbt.

- Möglichst kein Transport betroffener Tiere.

Diese Symptome treffen nicht und überall zusammen in jedem

Krankheitsfall auf, so wurde es zu mindestens beobachtet, schreiben die Quellen des Wissens im I-Net. Die Muskeldegeneration schreitet meist so schnell voran, dass die meisten Pferde innerhalb von 72 Stunden nach dem Auftreten erster Symptome sterben. Oft wird die Krankheit nicht als solche erkannt und Tierärzte behandeln auf Kolik oder Kreuzverschlag.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage – kann diese Krankheit behandelt werden.

Da die Ursache der Erkrankung noch nicht wirklich bekannt ist, können eigentlich nur die Symptome behandelt werden. Dabei stehen an vorderster Stelle Maßnahmen zur Verbesserung der Durchblutung der Muskulatur, Verabreichung von entzündungshemmenden Medikamenten und die Unterstützung der Nierenfunktion an. Außerdem Antibiotika und eine Flüssigkeitstherapie.

Man kann aber im Vorfeld etwas machen, sagen zu mindestens die Damen und Herren Fachleute.

- Nächtliches Verbringen der Pferde in den Stall (Aufstallen).

- Weidepferden sollte im Herbst/Winter ausreichend trockenes Heu zugefüttert werden (überdachte Futterraufe).

- Weidepferde sollten trockene Unterstände zur Verfügung haben.

- Achten Sie auf hygienisch einwandfreies Tränkewasser.

- Weidehygiene: Kontrolle u. Beseitigung von Schädlingspflanzen.

- Weiden, auf denen Pferde erkrankten, sollten langfristig gesperrt werden.

- Zufütterung von hochwertigem Kraftfutter bzw. Mineralstoff- und Vitaminmischungen. Nur Lecksteine reichen nicht aus.

Über eines sollte man sich im Klaren sein - es gibt keinen Schutz vor der atypischen Weidemyopathie


Weblinks

Universität in Lüttich

Tierseuchenkasse Sachsen

Ahornblätter als Ursache?>

Quellen: - das Internet