Bronchitis

Als Bronchitis (griechisch βρώνχη - brónche = Kehle; Plural: Bronchitiden) wird die Entzündung der Bronchien bezeichnet.

Aufgrund bedeutsamer Unterschiede erfolgt eine Einteilung in akute Bronchitis, chronische Bronchitis und chronisch obstruktive Bronchitis.

Ursachen:

Ammoniak:

Der Harn von Pflanzenfressern ist alkalisch, aus dem bakteriellen Zersetzungsprodukt des Harnstoffs bildet sich Ammoniak. Das stechend riechende Gas wirkt auf Schleimhäute ätzend. Je nachdem wie gründlich gemistet wird, sind die Pferde in Boxenhaltung dem Ammoniak in mehr oder weniger hoher Konzentration ausgesetzt, und das für sehr viele Stunden am Tag.

Staub:

Man sieht ihn meistens nur, wenn ein Sonnestrahl durchs Stallfenster hereinscheint, und doch ist er immer vorhanden. Besonders bei schlechter Heu- und Strohqualität entwickelt sich viel Staub, und dieser wird eingeatmet. Im Staub enthalten sind z.B. Schimmelpilzsporen (in geringen Mengen auch bei guter Heuqualität) oder Pollen. Es kann durch zu langen Kontakt mit den Partikeln auch zu einer Allergie kommen.

Bewegunsmangel: beim einem ruhig stehenden Pferd leistet die Pferdelunge nur einen Bruchteil dessen, was sie kann. Entsprechend wird die Atmungsschleimhaut beim galoppierenden Pferd sehr viel stärker durchblutet und auch die Flüssigkeitssekretion der Schleimhautdrüsen ist verstärkt. Für eine effiziente Selbstreinigung der Lunge, ist tägliche Bewegung im Trab und Galopp unabdingbar. Dies macht sich bemerkbar durch das Abschnauben nach den paar Runden. Bei leicht verschleimten Atemwegen wird durch die vertiefte Atmung oft ein Hustenreiz beim ersten Antraben ausgelöst.

Die Bronchitis

ist eine der häufigsten Krankheiten, mit denen Pferde und ihre Halter sich auseinandersetzen müssen. Sie entsteht schon, bevor die ersten Symptome erkennbar sind. Untersuchungen von Pferden aus Stallhaltung haben gezeigt, dass ca. 80 % der Pferde in europäischen Reitställen, an Bronchitis leiden bzw. davon betroffen sind. Dabei handelt es sich meist um die akute Bronchitis. Sie wird durch Staub- und Schimmelpartikel ausgelöst, diese Partikel sind immer im Stall zu finden.

Je weniger sich die Pferde an der frischen Luft (Stallhaltung) bewegen, um so größer ist die Gefahr, dass sie an einer Bronchitis erkranken. Die Symptome sind am Anfang leicht übersehen. Sehr aufmerksam sollte ein Pferdehalter werden, wenn sein Pferd zu Husten beginnt. Auch dann, wenn dies nur hin und wieder geschieht. Je früher die Bronchitis erkannt wird, desto besser ist sie zu behandeln.

Die beste Maßnahme gegen die Erkrankung ist die Vorbeugung. Die besten Voraussetzungen dafür bietet die Haltung der Pferde in einem Offenstall (diese Möglöichkeit hat leider nicht jeder). Stroh als auch Heu sondern ständig Staub ab. Man sollte dafür sorgen das der Anteil an Staubpartikeln, so gering wie möglich gehalten wird. Stroh- un dHeuballen sollten bei, an Bronchitis erkrankten Pferden, nicht im Stall gelagert werden. Hilfreich kann auch das Anfeuchten des Heus vor dem Füttern sein.

Wenn neben dem Husten weitere Symptome auf, wie z. B. eitriger Nasenausfluss und Leistungsschwäche, besonders beim Reiten, ist das ein eindeutiges Zeichen für eine heftige Bronchitis. Jetzt sollte man unbedingt den Tierarzt rufen. Er kann dem Pferd die Atmung durch Medikamente erleichtern. Auch kann der Einsatz von Kortison erforderlich sein, um die Entzündung aus den Bronchien einzudämmen. Der gestaute Schleim in den Lungen, muss verflüssigt werden, damit er abgehustet werden kann. Dies kann je nach Schweregrad der Bronchitis, durch Medikamente oder durch tägliches Inhalieren und viel Flüssigkeit geschehen.

Wird die akute Bronchitis nicht behandelt, kann sie in eine chronische Bronchitis umschlagen, sodass das Pferd unter ständiger Leistungsschwäche leidet, und lebenslang Medikamente einnehmen muss. Oftmals leiden das Pferd dann unter so extremer Atemnot, dass es nicht mehr geritten werden kann.

Bei Stallpferden ist eine Impfung gegen Influenzaviren zu empfehlen, die ein eventuell schon geschwächtes Immunsystem vor schweren Entzündungen der Lungen bewahren kann. Stallpferde haben immer ein schwächeres Immunsystem, als Pferde, die den größten Teil des Tages in Bewegung an der frischen Luft verbringen. Eine gründliche Stallreinigung ist für diese Pferde besonders wichtig. Während des Reinigens sollten die Pferde nicht im Stall sein, um ein vermehrtes Einatmen, der aufgewirbelten Staub- und Schimmelpilzpartikeln zu vermeiden.

Mein Fazit: Pferde raus auf die Weide – es spart Tierarztkosten und das Pferd bleibt gesund.