Sommerekzem

Das Sommerekzem

(allergische Dermattis – in der Fachliteratur auch SSRD (Summer Seasonal Recurrent Dermatitis) genannt)

Mit dem Einsetzen der warmen Jahreszeit treten bei damit veranlagten Pferden auch die ersten Anzeichen des Sommerekzems auf.

Die Ursachen sind vielseitig, eine allergische Reaktion der Haut spielt aber sicherlich eine Hauptrolle. Das Sommerekzem stellt ein großes Problem für das erkrankte Pferd, den Besitzer und den behandelnden Tierarzt dar.

Was ist eigentlich das Sommerekzem?

Bei dem Sommerekzem handelt es sich um eine komplexe Erkrankung, für die sowohl endogene (Veranlagung, innerlich) als auch exogene (äußerliche) Faktoren eine Rolle spielen; von der Symptomatik her vergleichbar mit Neurodermitis beim Menschen und sich in deutlichen Hautreaktionen zeigt..

Endogene Faktoren sind die Gegebenheiten, die jedes einzelne Pferd mitbringt. Sie können beispielsweise eine Stoffwechselstörung, der Mangel an Vitaminen und Spurenelementen, Allergien, also eine Überempfindlichkeit gegen bestimmte Stoffe (Allergene) oder Noxen (Schädllichkeiten) sein.

Zu den exogenen Faktoren zählen z. B. die Stiche der Kriebelmücke, die Auslöser für eine Allergie sein können, aber auch andere Umwelteinflüsse wie klimatische Veränderungen oder steigende Ozonwerte. Diese Hautreaktion zeichnet sich besonders durch Scheuern von Mähne und Schweif aus. Man findet besonders längs des Mähnenkamms, hinten auf dem Rücken in Höhe des Schweifansatzes, rund um die Ohren und auf dem Hals Hautveränderungen. Kahle Schweifwurzeln und abgerissene Mähne sind die Folge ausgiebigen Scheuerns.

Ursache

Ursache können eine Stoffwechselstörung, eine Überempfindlichkeit gegen bestimmte Stoffe (Allergie) oder Umwelteinflüsse, aber auch Stress sein. Ebenso kann eine Vererbbarkeit des Sommerekzems (Allergieneigung) nicht ausgeschlossen werden.

Für das Entstehen des Sommerekzems (allergische Dermattis) sind unter anderem Kriebelmücken, Bartmücken (Culicoides), Stechmücken, Bremsen, Stallfliegen und viele Unterarten dieser Insekten, die unterschiedliche Reaktionen hervorrufen können, verantwortlich. Durch den Biss oder Stich dieser Insekten gelangen allergisch-wirksame Substanzen (Eiweiße) in den Pferdeorganismus und verursachen allergische Reaktionen.


Sie zeigen sich im wesentlichen in drei Bereichen:

1. im Rückenbereich zwischen Ohren und Schweif

2. im Bereich der Mittellinie ( Linea alba)

3. in einer Kombination beider Formen

Die Symptome stehen im engen Zusammenhang mit dem Lebenszyklus der Insekten. Am gefährlichsten ist die Zeit zwischen Frühjahr und Herbst.

Das Sommerekzem kann bei Pferden aller Rassen auftreten.

Diagnose

Die Diagnose des allergischen Sommerekzems ist nicht leicht, denn die Insekten lassen sich in ihrer großen Zahl und Artenvielfalt nicht kontrollieren. Doch das meist saisonale Auftreten der Beschwerden mit ihren typischen Symptomen im Zusammenhang mit Haltung, Fütterung, Rasse und möglichen, familiären" Erkrankungen erleichtern eine Diagnose. Doch wer ganz sicher gehen will, der lässt bei seinem Pferd einen Allergietest durchführen. Auf diese Tests reagieren die betroffenen Pferde meist innerhalb von 30 – 60 Min. Sofortreaktionen und verspätete Reaktionen (nach 4h/24h) sollten im Zusammenhang einer ausführlichen Anamnese*1 betrachtet werden. 4 – 6 Wochen nach dem ersten Auftreten ist der beste Zeitpunkt für eine Blutentnahme. Der meist genutzte Test ist der Elisa Test.

*1 Anamnese (gr. Erinnerung)- Sinn einer ausführlichen Anamnese bei nicht klarer Grunderkrankung ist die Einschränkung möglicher Erkrankungen mit diesem oder ähnlichen Symptomen auf eine überschaubare Anzahl, um nach der folgenden Diagnostik eine definitive Diagnose stellen zu können

Bitte nichts ohne Tierarzt unternehmen.

Symptome

Die ersten Anzeichen, kleine Pusteln unmittelbar bedingt durch den Insektenstich sind noch kaum zu erkennen. Andere sichtbare Anzeichen sind Papeln, Schuppen und Knoten. In der Regel fällt zuerst der starke Drang zum Scheuern auf, zusammen mit einer Unruhe des Pferdes. Durch das starke Scheuern fallen zuerst die Haare aus und es bilden sich offene, manchmal auch eitrige Stellen. Dies lockt noch mehr Insekten an. So entsteht ein Kreislauf, der sich selbst verstärkt.

Man vermutet, dass die Orte der Hautentzündung in Abhängigkeit zu den verschiedenen Insektenarten stehen. Verschiedene Insekten bevorzugen unterschiedliche Orte der Nahrungsaufnahme. Im Zuge der folgenden Attacken wird die Haut zunehmend geschädigt und über einen Zeitraum von Jahren bilden sich sogar dicke Hautfalten, an der Schweifrühe und an der Mähne entstehen ebenfalls chronische Hautschäden und Haarverlust. Häufig wird eine Verschlimmerung der Symptome von Jahr zu Jahr beobachtet. Die allergenfreie Zeit der Wintermonate reicht dann für die Erholung der Haut nicht mehr aus und es entwickelt sich eine ganzjährige Dermatose (Entzündung).Es können sich ähnliche bzw. identische Symptome wie z. B. bei Wurm- oder Ungezieferbefall (Haarlinge, Läuse), Pilzerkrankungen oder als Folge eines bestehenden Mangels an Mineralien oder Spurenelementen (besonders häufig Zink, Kupfer oder Mangan) zeigen.

Eine große Erleichterung kann man dem Pferd verschaffen, indem man alle Maßnahmen der Haltung, der Fütterung und Pflege konsequent auf die Krankheit ausrichten.

Haltung

Vorsicht auf Pferdeweiden, die nahe an stehenden oder langsam fließenden Gewässern liegen, dort gibt es besonders viele Insekten. Weiden sollten, nein müssen täglich abgeäpelt, große Pfützen müssen zugeschüttet werden, damit den Insekten und anderen Parasiten die Grundlage entzogen wird.

Reine Offenstallhaltung ist meist auch nicht möglich, da in der Dämmerung und kurz nach Sonnenuntergang die Insekten (Mücken) besonders aktiv sind. Diese Stunden sollten Ekzemerpferde geschützt in einem kühlen, dunklen und gut gemisteten Stall verbringen. In besonders schweren Fällen braucht das Pferd eine Eindeckung mit Ekzemerdecken, die es fast vollständig umhüllen und so einen mechanische Insektenschutz darstellen. Selbstverständlich muss die Decke regelmäßig gereinigt werden, um die angegriffene Haut nicht noch mehr zu reizen. Auch sollte der Stall so gestaltet werden, dass Insekten nicht oder nur sehr schwer eindringen können.

Das heißt die Fenster sollten mit einem Fliegengitter (mindestens 20 Maschen pro cm²) abgedeckt sein. Holzrahmen mit Nylonstrumpf oder Fliegenschutznetz (z. b. von Tesa) bespannt, wenn das Fenster nicht zu groß ist, sind ein hervorragender Insektenschutz. Er lässt Luft herein hält aber Insekten und Dreck ab und ist eine Preiswerte Art die Fenster insektensicher zu machen. Der Eingang braucht schwere Vorhänge welcheauch in der Rinderhaltung Verwendung finden.

Bei Offenstallhaltung sollte ein schattiger bis dunkler und gut durchlüfteter Bereich dem Pferd zur Verfügung stehen. Insekten mögen keinen Schatten und Wind aber bitte darauf achten, dass kein Zug entsteht. Bestimmte Pflanzen (z. B. Melisse) im Bereich der Stallungen und Weiden halten auch Insekten fern. Nach Möglichkeit sollte auch Stress für das Pferd vermieden werden. Die Krankheitssymptome lassen sich durch eine Haltung am Meer oder im Hochgebirge stark verbessern. ->

Fütterung

Die Fütterung trägt einen großen Teil zur Linderung und oder Heilung des Sommerekzems bei. Viele Fehler werden gemacht durch das ,,gut Meinen,,. Weniger ist oft mehr. Ein besonderes Augenmerk sollte auf die Qualität des Futters gelegt werden. Viele Futtermittel sind für Allergische Pferde nicht geeignet, sie enthalten zu viel Eiweißstoffe. Die Anfänge des Sommerekzems werden unseren tierischen Partnern teilweise schon in die Wiege gelegt, z. B. Milchersatzstoffe für Fohlen bestehen aus Kuhmilch. Im Grunde nicht verkehrt, doch dadurch kann das Immunsystem schon leicht geschädigt werden.

Der Pferdeorganismus kann nicht alle Bestandteile dieser Eiweiße abbauen bzw. verwerten. Die Resteiweiße bleiben im Körper und der Organismus betrachtet dieses ,,Abfallprodukte" dann als Fremdkörper und bekämpft sie. Es entstehen Abwehrreaktionen. Wird immer wieder dieses Eiweiß dem Körper zugeführt, so reagiert der Organismus immer schneller und schickt seine Abwehrtruppen. Wächter werden aufgestellt und bald reagieren die Abwehrtruppen auf aller kleinste Mengen und versuchen diese "Abbauprodukte" zu eliminieren und so kommt es dann zu einer allergischen Reaktion. Das Ganze läuft natürlich deutlich komplizierter ab als es hier beschreiben werden kann. Eine bedarfsgerechte Ernährung ist Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie.

Ohne Beachtung einer optimalen Nährstoffzufuhr ist jede Therapie zum Scheitern verurteilt. Fütterungsbedingte Prädispositionen*² sind: Vitamin-, Mineralstoff-, Spurenelementmangel oder Imbalancen im Nährstoffhaushalt, z. B. Rohfasermangel, Eiweiß-/Energieüberversorgung. Bekannt ist, dass einÜberangebot an Protein und Energie sowie ein nicht ausgeglichenes Verhältnis stark zum Allergiegeschehen beiträgt. Dies um so mehr, wenn nicht ausreichend Rohfaser zugeführt wird. Die Ernährung eines Pferdes mit Sommerekzem sollte in erster Linie bedarfsgerecht – nicht übermäßig – eher restriktiv (wenig) und unbedingt naturbelassen sein. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sollten in für das Pferd optimal verwertbarer Form (getrocknete Kräutermischung) ausreichend zugeführt werden.

In jedem Fall sollte immer der Tierarzt zu diesem Thema befragt werden, dieser kann Futtermengen und die Zufuhr von Ernährungszusatzstoffen für das einzelne Pferd berechnen.

*² Prädispositionen = Veranlagungen

Behandlung

Unser tierischer Partner Pferd hat es verdient, dass wir uns um ihn kümmern. Er ist so einmalig wie wir. Deshalb ist auch nicht jede Behandlung für jedes Pferd geeignet. Die verschiedenen Therapieformen schlagen verschieden an. Was dem Nachbarpferd hilft muss bei unserem Pferd keine oder nur eine geringe Wirkung haben. Es kann sich auch, was sehr selten ist, ins Gegenteil wandeln (Nebenwirkung?). Alte Hausmittelchen, Kräuterkuren, Bachblüten, homöopathische Mittel und Methoden und die chemische Keule können einzeln oder in einer Kombination die Leiden unserer Tiere lindern oder gar heilen. Die Chancen stehen nicht schlecht, doch eine Garantie kann niemand geben. Es hängt von so vielen Faktoren ab, die einzeln geprüft werden Müssen. Deshalb können die hier beschriebenen Therapieformen nur Vorschläge sein. Auch sind hier nicht alle zur Verfügung stehenden Behandlungsmethoden aufgeführt. In jedem Fall muss mit dem Tierarzt eine spezielle, für das jeweilige Pferd geeignete Therapie erarbeitet werden.

Es ist immer zu bedenken, dass eine Therapie nicht von heute auf morgen greifen kann. So etwas kostet Nerven und Geduld, vom Geld einmal ganz abgesehen. Erste kleine Erfolge sind oft erst nach 3 – 4 Wochen zu sehen. Es hilft ein Therapietagebuch zu führen, um die einzelnen

Therapieschritte besser auf ihren Erfolg hin überprüfen zu können. Fotos können die Erfolge oder Misserfolge noch zusätzlich dokumentieren.

Heilpflanzentherapie:

Mit den angegebenen Heilpflanzen und natürlichen Präparaten kann man den Patienten sehr gut helfen. Erstaunlich ist, dass das Ekzem des jeweiligen Pferdes, bei dieser Behandlungsmethode von Jahr zu Jahr an Kraft verliert und das auch schon bei jungen Pferden. Gerade im Hinblick auf eine Allergie sind sanfte Behandlungs- und Therapieformen angebracht und von großer Bedeutung. Auch das Kräuterfutter spielt eine besonders große Rolle. Die folgenden Heilpflanzen beinhalten nicht nur wertvolle Spurenelemente, Mineralsalze und Vitamine sondern haben Eigenschaften, die eine deutliche Linderung beim erkrankten Pferd bewirken können.

Kräutermischung zum Füttern: 100g wildes Stiefmütterchen-Kraut – 150g Acherschachtelhalm(Zinkkraut) 100g Klettenwurzel – 100g Brennessel-Kraut – 80g Eichenrinde (Frühlings Ernte) – 100g Frauenmantel-Blätter – 130g Löwenzahnwurzel + Kraut – 130g Melissen-Blätter – 100g Quecken-Wurzel – 50g Salbai-Blätter – 150g Spitzwegerich-Kraut.

Das Ganze gut mischen und in einem verschließbaren Eimer oder Tüte aufbewahren. Die Tagesration (Pferde über 500 kg = 50g, Pferde unter 500kg = 40g. Ponys = 30g) unter das Diätfutter mischen, etwas Lebertran, Distel- oder Sonnenblumenöl und ganz wichtig einen Esslöffel Knoblauchfrischsaft (oder eine zerkleinerte Zehe) hinzufügen, das Ganze ordentlich vermengen und dem Pferd zum Fressen geben.

Achtung: Trächtige Stuten dürfen erst zwei Wochen vor dem Geburtstermin Frauenmantel erhalten. Frauenmantel muss für diese Pferde weggelassen werden.

Achtung: Die Eichenrinde muss aus der Frühjahrsernte sein (Winter- bzw. Herbsternte hat einen sehr hohen Gerbsäuregehalt)

Anwendungsdauer ca. 5 – 6 Monate – nach dem Verbrauch der ersten Mischung kommen 100g Wallnussblätter in die Kräutermischung. Die Eichenrinde wird dafür weggelassen. Ist auch diese Mischung verbraucht wird wieder auf die erste zurückgegriffen. Immer im Wechsel verfüttern.

Äußerliche Anwendungen

Dem an Sommerekzem erkranktem Pferd hilft man sehr, wenn seine betroffenen Hautstellen mindestens einmal am Tag (2 –3 mal wäre besser) mit einem flüssigen Pflanzenpräparat gut befeuchtet würden. Dieses Präparat sollte desinfizierend aber auch bei Ekzembildung angezeigt sein. Erst dann kann eine Creme oder eine ölige Substanz aufgetragen werden. An sonnigen Tagen aber bitte erst abends behandeln. Zur Erinnerung - Insekten sind in den Abendstunden sehr aktiv und außerdem fließen die Cremes und Öle bei Hitze weg.

Ein ständiges Bedecken der Haut mit fettigen und öligen Substanzen bewirkt nur eine Unterdrückung des Ausschlages und begünstigt das Herausblühen des Ekzems (denkt an das Folgejahr, dann kann es noch schlimmer werden) und gibt nur schmierige Wunden. Die ganzen Cremes, Tinkturen und Salben nützen aber recht wenig, wenn nicht das Pferd nach der Arbeit gründlich mit Essig- oder Kamillenwasser abgewaschen wird.

Sehr erleichternd wirkt auch, von Zeit zu Zeit, die gründliche Reinigung mit einer milden Seifenlösung. Sollte das Pferd längere Zeit mit synthetischen Präparaten behandelt worden sein, so braucht es nun besonders geduldige Pflege.

Äußerst hilfreich

Salbei – als Essig oder als Tinktur

Salbei wirkt antiseptisch (desinfizierend), adstringierend (zusammenziehend), es beeinflusst entschieden die Spannkraft der Haut und fördert die Ekzemheilung. Salbei wirkt auch gegen Insektenstiche.

Salbei - Essig Zutaten:

Ca. 100 g Salbei (frisch oder getrocknet)

Obst- oder Weinessig

Salbei auf fünf Ein –Liter-Flaschen (oder einen 5 l Kanister) verteilen, randvoll mit dem Essig auffüllen, Deckel darauf und 14 Tage an einem warmen Ort ziehen lassen. Dann den Sud absieben und 1:1 mit Wasser auffüllen und dann täglich auftragen. Dieser Salbei – Essig hält sich 1 Jahr.

Bei >>Mückenwetter<< Knoblauchfrischsaft oder den Aufguss einer kurz abgebrühten Knoblauchzehe hinzugeben. Das vertreibt die Insekten.

Eine preiswerte und zugleich wirksame Methode um Ekzemerpferden zu helfen.

Salbei – Tinktur (Tinctura Salviae)

Wem der Aufwand zur Herstellung des Salbei – Essig zu groß ist, der kauft die Salbei Tinktur. Diese wird auch 1:1 mit Wasser verdünnt.

Danach ist sie wie der Essig zu benutzen. Bei >>Mückenwetter<< Knoblauchfrischsaft oder den Aufguss einer kurz abgebrühten Knoblauchzehe hinzugeben. Das vertreibt die Insekten. Walnußbaumblätter – Eichenrinden – Absud (WEA)

Diese Rezeptur weder verändern, noch Öl, Essig oder Alkohol hinzufügen! WEA ist ein sehr hilfreiches Mittel steht aber in der Wirkung der von Salbei nach. Sie hilft gut bei Insektenstichen. Eiche und Nußbaum haben einen heilsamen Einfluss auf das Sommerekzem. Diese Mittel aus den Bäumen sind desinfizierend und zusammenziehend.

Eichenrinde und Walnußbaumblätter je 100g gut vermischen und zwei Handvoll mit1 Liter Wasser 5 Min kochen und dann 15 Min ziehen lassen. Absieben und mit Knoblauchfrischsaft oder dem Sud einer Knoblauchzehe, wie bei der Salbeitinktur beschrieben, hinzugeben.

Das Ganze in eine Sprühflasche geben und auftragen. Bitte unbedingt gut ein massieren. WEA kann im Wechsel mit Salbei, Petersilie und Klettenwurzel verwendet werden.

Petersilie:

Nach Insektenstichen ist Petersilie als Erste Hilfe Maßnahme nützlich. Bei heftiger Ekzembildung einfach einige Brennesselblätter und eine Knoblauchzehe hinzu fügen.

Petersilie ist entzündungshemmend und lindert den Juckreiz. Lauwarm aufgetragen ist die Wirkung gut. Die Pferde empfinden es als angenehm.

Ein Bund frische Petersilie mit einem Liter Wasser 5 Min kochen, 10 Min ziehen lassen. Abgießen und dann auftragen. Etwas Alkohol zur Petersilie und die Mischung hält sich einige Tage unter Stallbedingungen.Handwarm aufgetragen, erzeugt diese Mischung die beste Wirkung.

Knoblauch:

Knoblauch ist ein außerordentliches Desinfektionsmittel. Diese Wunderknolle kann die Wundheilung fördern und ist ein gutes Mittel gegen Insekten. Eine praktische Anwendung wäre die Knoblauch – Tinktur (Tinctura Alli Sativi), sie ist zwar etwas kostspielig,aber lange haltbar und kann in jedem dieser hier aufgeführten Rezepte verwendet werden.

Große Klette:

Die Klettenblütten kennt sicher jeder. Die Wurzeln der Großen Klette beeinflussen Ekzeme und andere Hautleiden günstig, sie lindern Juckreiz, wirken antiseptisch und fördern den Haarwuchs.

Die Zubereitung: 2 Esslöffel Klettenwurzel (latein.Radix Bardanae) mit ½ Liter Wasser über Nacht ziehen lassen, am anderen Tag aufkochen und dann absieben, abgekühlt auftragen. Dieser Sud kann auch unter dasFutter gemischt werden.